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Landgrafen-Klinik Bad Nenndorf Landgrafentherme MediFit - Reha- und Fitnesszentrum Gästehaus Edelweiss Moorbadehaus Bad Nenndorf

Ein Staatsbad entwickelt sich:
Historische Fakten des Kur- und Badebetriebes

Die Nenndorfer Heilquellen sprudeln seit undenklichen Zeiten. Sie sind der Ursprung des Kurortes.

936

Das vermutlich am Anfang des 9. Jahrhunderts entstandene Dorf am Nordwestrand des Deisters wurde erstmals im Jahr 936 als Nyanthorpe („Neues Dorf“) in den Urkunden des Klosters Corvey erwähnt.

1136

Im Jahr 1136 wurde die erste Kirche errichtet

1150

1150 wurde der Ort Niendorpe genannt. Nachdem südwestlich des Ortes eine kleine Siedlung entstanden war, unterschied man künftig Groß Nenndorf und Klein Nenndorf. Eine weitere Siedlung im heutigen Stadtgebiet namens Densinghausen wurde im Dreißigjährigen Krieg ausgelöscht.

1546

Die Heilkraft der 1546 erstmals auf dem so genannten „Dübelsdreck“ beurkundeten Schwefelquellen, zwischen Groß und Klein Nenndorf gelegen Die 1546 von Georg Agricola erstmals erwähnte Schwefelquelle wurde später von der Landbevölkerung zu Heilzwecken genutzt.

1647

Seit der Teilung der Grafschaft Schaumburg 1647 gehörte Nenndorf zu Hessen-Kassel.

1772

Erst nachdem 1772 der medizinische Wert der Schwefelquelle erkannt wurde, änderte sich vieles. Landgraf Wilhelm IX von Hessen (später Kurfürst Wilhelm I.) beauftragte Dr. Schröter, Professor an der Universität Rinteln und Brunnenmedikus am Gesundbrunnen Rodenberg, Versuche mit den Quellen zu unternehmen.

Das große "Logirhaus", erbaut 1789, durch Feuer zerstört am 20. Juli 1874
Das Schlösschen (in seiner ursprünglichen Gestalt). Erbaut 1806.

1787

Nach einem ärztlichen Gutachten der Universität Rinteln wurde die Schwefelquelle auf Befehl des hessischen Landgrafen Friedrich II. eingefasst. Landgraf Wilhelm IX. von Hessen-Kassel überzeugte sich 1786 persönlich von dem Wert der Quelle und gründete 1787 nach einem Gesamtplan des Hofarchitekten Simon Louis du Ry den „Gutsbezirk Nendorff“ mit den Badeeinrichtungen und dem Kurpark.
Er ließ ein Badehaus und das erste Logierhaus (heute Hotel Hannover) errichten und in der Folgezeit den »Nenndorfer Gesundbrunnen« weiter erschließen. Es wurde eine Promenade geschaffen, »auf welcher sich zwei Reihen Linden zeigten«, und der Kurpark wurde angelegt.
Das erste Kurhaus entstand. Landgrafenhaus und Haus Kassel stammen aus dieser Zeit. Prominente Gäste besuchten den neuen Badeort. Zu ihnen zählte auch Dr. Christoph Wilhelm Hufeland, der Goethe, Schiller und auch Herder zu seinen Klienten zählen konnte und der von Nenndorf als »einem der ersten Plätze unter den Heilquellen Deutschlands« sprach.
Erster Brunnenarzt wurde der Rintelner Medizinprofessor Dr. Ludwig Philipp Schröter, der das neue Bad durch Veröffentlichungen bekannt machte.
Die Schwefelquellen gehören zu den stärksten Europas und konnten nun endlich mit großem Erfolg bei Rheuma, Gicht und Hautleiden eingesetzt werden. Schon bald gehörte Nenndorf zu den führenden deutschen Heilbädern.

1806

1806 ließ der Landgraf eine Sommerresidenz im klassizistischen Stil, das so genannte Schlößchen (Lodge), erbauen, bei dem er und seine Nachfolger bei zahlreichen Aufenthalten in Nenndorf residierten.

1809

Napoleons Bruder Jérôme Bonaparte ließ nach der Völkerschlacht bei Leipzig für die Truppen die ersten Mooranwendungen Deutschlands in Bad Nenndorf einrichten.

1866

Im Jahr 1866 wurde Bad Nenndorf Königlich Preußisches Staatsbad und konnte durch finanzielle Unterstützung aus Berlin weiter expandieren. Es erlebte seine zweite wichtige Entwicklungsphase. Beeindruckendes architektonisches Zeugnis aus dieser Zeit ist das am Rande des Kurparks gelegene Große Badehaus aus dem Jahre 1905/06.
Aber auch die Erweiterungen des Kurparks gehören in die Zeit des preußischen Staatsbades.

1907

Neubau des Zanderhauses zur „medicomechanischen Therapie“, einem Vorläufer modernen Fitnesstrainings
Sehr günstig wirkte sich auch die geografische Lage auf die Entwicklung des Ortes aus. Am nördlichen Rand des deutschen Mittelgebirges liegt Bad Nenndorf auf einer seit Jahrhunderten genutzten Rhein-Elbe-Verbindung, dem Hellweg, und so bekam der Ort Anschluss an das Eisenbahnnetz (1847 in Haste und 1872 in Nenndorf), den Mittellandkanal (in Haste 1916) und die Autobahn (1939).

1929

1929 entstand die Gemeinde Bad Nenndorf durch Zusammenschluss der Orte Groß Nenndorf, Klein Nenndorf und dem Gutsbezirk Bad Nenndorf.

1936

1936 wurde in dem damals nach einem Brand neu errichteten Landgrafenhaus ein balneologisches Institut begründet, um die Erforschung der Bademedizin voranzutreiben.
(Von 1945 bis 1947 wurde von der britischen Armee im Winklerbad ein Internierungslager betrieben.)

Nach dem 2. Weltkrieg

Das Land Niedersachsen wird, als Rechtsnachfolger des Preußischen Staates, Eigentümer des Vermögens des Badebetriebes.

1964

Erschließung der „Neuen Landgrafenquelle“ (stärkste Thermal-Schwefel-Sole-Quelle Mitteleuropas)

1972

Mitte 1972 Eröffnung des Thermalsole-Hallen und Freibad-„Bewegungszentrum“ [heutige Landgrafentherme]

1973

Inbetriebnahme des Außenbeckens

1975

gründete das Land Niedersachsen für seine vier Staatsbäder Norderney, Bad Nenndorf, Bad Pyrmont und Wangerooge eine Betriebsgesellschaft, die Niedersächsische Bädergesellschaft mbH., deren alleiniger Gesellschafter das Land Niedersachsen war. Die vier Staatsbäder wurden als Zweigniederlassungen geführt.

1984

02.05.1984 Eröffnung der „Rheumaklinik Sonnengarten“

1985

25.03.1985 Einweihung des Neuen Therapiezentrums „Schlammbadehaus“

1999

wurden die Zweigniederlassungen der Niedersächsischen Staatsbäder verselbständigt. Seither ist die "Niedersächsisches Staatsbad Nenndorf Betriebsgesellschaft mbH" deren alleiniger Gesellschafter das Land Niedersachsen ist, für den Betrieb und die Verwaltung des Staatsbades Nenndorf verantwortlich. Die GmbH hat einen Aufsichtsrat. Das Vermögen des Bades hat das Land der Betriebsgesellschaft Staatsbad Nenndorf verpachtet.

2000

Am 1. Januar 2000 werden Bad Nenndorf die Stadtrechte verliehen.

2005

Im Januar 2005 werden große Teile des Staatsbades vom Land Niedersachsen an die Stadt Bad Nenndorf übergeben. Die Stadt expandiert weiter als beliebter Wohnort in einer schönen Landschaft mit günstigen Verkehrsanbindungen.

2008

01.01.2008 Beginn umfangreicher Um- und Neubauten der Rheumaklinik. In dieser Zeit wird ein Teil der Klinikaktivitäten in die eigens angemietete „Klinik Schaumburg“ verlagert.

2009

Am 25. Mai 2009 erhält die Stadt von der Bundesregierung den Titel „Ort der Vielfalt
verliehenen.
Umzug des Reha- und Fitnesszentrums „MediFit“ in die II.Etage des kernsanierten Schlammbadehauses. Hierbei wird auch der komplette Gerätepark erneuert.

2010

Eröffnung des erweiterten Außenbeckens der Landgrafentherme
Im April 2010 wird das Neue Betten- und Therapiehaus „Gartenhaus“ als Erweiterungstrakt der Rheumaklinik in Betrieb genommen. Daher kann zum 31.03.10 die Interimsklinik „Klinik Schaumburg“ geschlossen werden.

2011

Im März 2011 erfolgt die feierliche Einweihung der neu gestalteten Kurhausstraße.
Im Juli 2011 wird die kernsanierte und in edlem Ambiente gestaltete I. Etage des Schlammbadehauses eröffnet. Es werden Moorbäder, Solebäder und Naturmoorpackungen abgegeben. Gleichzeitig erfolgt die Umbenennung von Schlammbadehaus in Moorbadehaus.
Im August 2011 erfolgt die Neueröffnung des Kosmetik- und Wellnessbereiches in der I. Etage des Moorbadehauses.

2012

Am 01.08.2012 ändert die Staatsbad Nenndorf Betriebsgesellschaft mbH den Namen ihrer Rheuma-Klinik um in Landgrafen-Klinik. Der neue Name ist nunmehr nicht mehr medizinisch ausgerichtet, sondern orientiert sich an der Historie des Staatsbades Nenndorf.


Brunnen- und Kurdirektoren, bzw. Geschäftsführer seit 1840

BrunnendirektorenKurdirektor / Geschäftsführer
1840-1850Freiherr von Hanstein-Knorr1946-1950Kurdirektor Walther Radicke
1851-1852Geheimer Regierungsrat von Heppe1951-1953Kurdirektor Dr. jur. Christoph-Friedemann Schütte
1853-1866Geheimer Regierungsrat von Specht1954-1961Kurdirektor Hans Henning Quedenfeldt
1866-1881Landrat Kröger    1962-1977Kurdirektor Gerhard Eckenberg
1882-1893Generalmajor a.D. von Gilsa1977-1982Kurdirektor Dipl. rer. Pol. Heinz Meyer-Wolters
1894-1903Oberst a.D. von Dresky1986-Kurdirektor Oberstleutnant a.D. Hans-Joachim Schick
1904Oberst a.D. von CochenhausenKurdirektor Karl-Heinz Bövingloh
1905Oberst a.D. von Horbach-1999Kurdirektor Knut Wähling
1906-1918Generalleutnant a.D. von Bornstedt1999-2004Kurdirektor Hartmut Manthey
1919-1923Oberst a.D. Döring2004-2007Geschäftsführer Klaus Achim Schiller
1924-1929Kurdirektor Hugo Lies2007-2010Geschäftsführer Peer Kraatz
1929-1933Kurdirektor Leo Fritsch2010 - 2011Geschäftsführer Heinz-Hermann Blome
1934-1945Kurdirektor Wilhelm Bösken2011-2015Geschäftsführer Hartmut Ammann
Seit 2015Geschäftsführer Maik Fischer


Unsere Aufsichtsratsvorsitzenden:

1975-1978Dr. Hans-Joachim Röhler
1978-1983Adolf Elvers
1983-1990Dr. Norman von Scherpenberg
1990-1994Peter Neuber
1994-2000Frank Ebisch
2000-2003Dr. Klaus-Henning Lemme
2003-2006Staatssekretär Dr. Lothar Hagebölling
2006-2013Staatssekretärin Cora Jeanette Hermenau
2013Dr. Oliver Kiaman
2014-Dipl.-Ökonom Stephan Kirsch

 

 

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